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KI in der Kanzlei: Gefunden werden als digitaler Arbeitgeber

Um von potenziellen Mitarbeitenden per KI gefunden zu werden, müssen die Maschinen gut verdauliche Informationen serviert bekommen.

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    Teil 13 unserer Serie über die Möglichkeiten und Herausforderungen, die der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Ihrer Steuerkanzlei mit sich bringt. Diesmal: Auffindbarkeit. Alle sprechen davon und kaum jemand weiß, wie es zuverlässig geht: Als Antwort ausgegeben werden, wenn jemand den eigenen Kanzlei- oder Firmennamen in ein LLM eingibt, um beispielsweise nach einem empfehlenswerten Arbeitgeber in einer Region zu suchen oder nach einer spezialisierten Kanzlei. Wie so häufig gibt es keine Maßnahme, die wie ein Knopfdruck funktioniert: Ein Mix aus Präsenzsignalen ist das Ziel.

    Autor:in: Carola Heine

    Veröffentlicht:

    Kategorie: Steuerberater:innen

    Sichtbar sein in LLM: Gefunden werden ist Teil der Arbeitgebermarke

    Neben Empfehlungen und Stellenmärkten wird die Sichtbarkeit in den Antworten von ChatGPT, Perplexity und Co ein immer interessanterer Faktor für suchende Arbeitgeber. Immer mehr „Talente“ befragen die KI nach bestimmten Kanzleien, aber auch nach Spezialisierungen und Möglichkeiten wie beispielsweise innnovativen Arbeitsweisen wie diggital selbst buchende Mandate mit Lexware Office. Sich darauf einzustellen, dass nun auch dort gesucht wird, ist Teil einer modernen Arbeitgebermarke, und dafür müssen Sie und Ihr Angebot gefunden werden.

    Warum Sichtbarkeit in LLM Antworten wichtig ist

    Schon immer suchen Menschen bevorzugt dort nach Lösungen und Antworten, wo sie sich sowieso aufhalten: Innerhalb der Apps und Plattformen, mit denen sie auch sonst recherchieren und arbeiten. KI Assistenten wie Perplexity, ChatGPT oder Gemini entwickeln sich zu Recherche-Tools für HR-, Berufs- und Arbeitgeberfragen: Immer mehr Studierende, junge Fachkräfte und Wechselwillige aller Altersstufen starten ihre Suche zunehmend in KI Interfaces statt in klassischen Jobbörsen.

    Wie bei anderen auf Technologie basierenden Optimierungen auch gilt auch in diesem Fall: Wer gefunden werden will, muss Informationen für Menschen so aufbereiten, dass Maschinen sie aufnehmen und auswerten können. Sie suchen Angestellte, die eine Lexofficer Zertifizierung für Lexware Office durchlaufen haben oder durchlaufen würden? Dann müssen Sie diese auch werwähnen, denn gefunden wird man nur mit Informationen, die auch genannt werden.

    Klar strukturierte und vertrauenswürdige Quellen ergänzen die Kanzlei-Website und die Karriereseite – beide werden nicht überflüssig, sie sind Teil des Fundaments wie offizielle Social Media Profile, Bewertungen auf Google und Referenzen oder Case Studies auf anderen Seiten.

    Sie arbeiten als Kanzlei nicht mehr in erster Linie daran, in Google weit oben zu stehen. Sondern Sie identifizieren Ihre Ziele bis ins Detail und bauen dann online durch ein Netz aus eigenen und fremden Erwähnungen eine Reputation auf, um die Menschen zu erreichen, die genau danach suchen:

    • Nicht einfache Backlinks wie im prähistorischen SEO, sondern echte belastbare Informationen über Sie, die ein Profil für die LLM entstehen lassen.
    • Nicht Optimierung auf alleinstehende Keywords, sondern ausformulierte Antworten auf den „Search Intent“, die von Suchenden wahrscheinlich gestellten Fragen.
    • Nicht das Vernachlässigen der vorhandenen Kanäle, sondern vielmehr strategischer Ausbau von Blog, Karriereseite, LinkedIn-Profil, um Zielen entgegen zu gehen.

    Wenn ein guter KI-Assistent ein Kanzleiprofil zusammenstellt, wertet dieses Feature auch Blogbeiträge, Interviews, Podcasts, YouTube und Instagram aus, sowohl eigene Beiträge als auch Erwähnungen und „Shares“, geteilte und kommentierte Postings. Wenn Sie als Steuerberater an diesem Spezialgebiet ihrer digitalien Reputation arbeiten wollen, um besser gefunden zu werden, sollten Sie sich eine To-do-Liste erreichbarer Signale erstellen und kontinuierlich daran arbeiten. Fachbeiträge zu Themen der Steuerberatung und der Steuerbranche, Social Media Meinungen zu Arbeitskultur, Videos auf den visuellen Plattformen rund um Ausbildungsinhalte sind Content, den Sie in ihren Redaktionsplan aufnehmen und systematisch über das Jahr verteilt erstellen können – denn auch Langfristigkeit und Konitinuität zahlen auf die Ergebnisse ein.

    Achten Sie dabei darauf, dass die Beschreibung, der Name und die Links überall möglichst einheitlich oder ähnlich formuliert sind, denn die KI-Assistenzen suchen nach zusammengehörenden Informationen und die müssen von Ihnen kommen: Kanzleiname und Spezialisierung, Mission Statement oder Werteversprechen, Standort und Ansprache sowie Schwerpunktthemen in Profilen, auf Unternehmensseiten und in Beschreibungen einheitlich gestalten ist nicht langweilig, sondern zielführend.

    Auch die folgenden fünf Maßnahmen helfen, damit Sie gefunden werden.

    1. Die Kanzlei-Website sollte für KI gut verdaulich sein

    Technisch einwandfreie Strukturen, saubere Mobilanzeige, gute Ladezeiten sind auch bei der Auffindbarkeit für die KI nötige und nicht verhandelbare Basics. Was Sie aber außerdem noch brauchen: Erstens eine llms.txt Datei mit einer sauber aufbereiteten Auflistung der wichtigsten Seiten – das ist eine Art Inhaltsverzeichnis oder “Spickzettel” für KIs. Sie führt die wichtigsten Dokumentationen, APIs oder Hilfeseiten auf, damit Bots diese schnell finden und verarbeiten können.

    Zweitens strukturierte Daten, wie sie auf schema.org im Detail dokumentiert werden, um in den Quelltext-Metainformationen Ihrer Website-Seiten die Infos zu Organisation, Job-Postings und FAQ und den Unternehmensnamen so zu hinterlegen, dass sie perfekt ausgelesen werden können.

    Drittens sollten Sie auf Ihren Webspace auch noch eine Grounding Page legen, das ist eine für KI richtungsweisende zusätzliche HTML-Seite, die Halluzinationen und falsche Schlussfolgerungen verhindern soll, indem sie die Fakten über Ihre Kanzlei sauber listet. KI lesen eine Grounding Page wie eine Datenbank, dort sollten also alle wesentlichen Informationen wie Firmensitz, Öffnungszeiten, Inhaber und so weiter stehen.

    2. Texte, die auf den Punkt kommen: Zuerst das Ergebnis

    KI-Modelle suchen nach Lösungen, nicht nach ausholenden Kontext-Erläuterungen, wie man sie für Menschen in die meisten Artikel packt. Auf Ihre Karriere-Unterseite übertragen bedeutet das: Statt ein Gefühl für die Werte und Atmosphäre der Kanzleikultur in das Intro zu setzen, fangen Sie mit den Fakten an:

    „Wir sind eine inhabergeführte digital aufgestellte Kanzlei in Mönchengladbach (NRW) mit Fokus auf E-Commerce Mandate bei flexibler Arbeitszeitgestaltung und der Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten.“ In den nächsten Sätzen geht es um Teamgröße, Standorte, digitale Arbeitsweisen und beispielsweise der Hinweis darauf, dass man Lexware Office Mandate annimmt.

    Auch für Menschen auf Stellensuche ist es erholsam, alle relevanten Infos auf den ersten Blick zu sehen. Solche Texte helfen aber vor allem den LLM, Ihre Kanzlei als passendes Ergebnis vorzuschlagen, wenn jemand nach einer digitalen Steuerkanzlei in NRW mit Home-Office Option sucht.

    3. Alle Arbeitgeber-Inhalte klar und sauber strukturieren

    Menschen mögen saubere FAQ, LLM bevorzugen sie. Die häufigsten Fragen sind in der Regel bekannt, ebenso wie Antworten, die Sie gerne in den Vordergrund nehmen möchten. Erstellen Sie also FAQ-Abschnitte für Themen wie Einarbeitung, Remote Arbeit, Digitalstatus, Software-Einsatz und Glossare zu relevanten Themen. Immer gegliedert mit Titeln, Zwischenüberschriften, Optimierungs-Check auf Keywords und Search Intent und dann kurzen Antwortblöcken. Auch zum Gehalt und zu Benefits.

    Für Steuerkanzleien wird es immer wichtiger werden, Suchfragen wie „Ausbildung Steuerfachangestellte“, „Hybrid Arbeitsmodelle in Steuerkanzlei“ oder „Karriereweg Steuerberater“ direkt und auf hohem Niveau zu beantworten und dabei auch Mehrwert und Einblicke zu liefern.

    4. Digitale Vertrauenswürdigkeit strategisch aufbauen

    Wer namentlich als Kanzleileitung oder Kanzlei in einem seriösen Umfeld auftaucht, wird von der KI häufiger zitiert als Kanzleien mit „Standalone Website“ ohne Querverweisen. Wichtig sind Erwähnungen in Fachportalen, Branchenverzeichnissen, Interviewformaten und Podcasts, Hochschulkooperationen und Bewertungsplattformen für Arbeitgeber und in Google Maps. Sie nutzen eine bestimmte Lösung, wie Lexware Office? Erwähnen sie sie und lassen Sie auch Mitarbeitende zu Wort kommen. Ein hochwertiges Kanzleiblog, das von anderen erwähnt und zitiert wird und auf den eigenen Social Media Plattformen geteilt wird, erhöht die Chance, als Quelle für Antworten zu dienen.

    5. Regelmäßiger Reality Check: Werden wir von den LLM genannt?

    LLM-Optimierung steckt noch in den Babyschuhen, ebenso wie die Analyse der Ergebnisse. Sie können aber sehr pragmatisch den Tools wie Perplexity, ChatGPT und anderen Assistenten die Fragen stellen, zu denen Sie gefunden werden wollen und dann auch nachfragen, woran es liegt, wenn es noch nicht der Fall ist: Die KI kann Ihnen konkrete Vorschläge machen. Führen Sie einen selbst zusammengestellten Audit durch: Dokumentieren Sie, was klappt und was fehlt. Welche Themen von anderen besetzt werden und was diese anders machen, und wo Sie nachbessern können. Wenn Sie das alle sechs Monate machen und alle angegebenen Tipps berücksichtigt haben, sollten Sie Ergebnisse sehen. Wichtig: Es ist ein durchlaufender Prozess, eine einmalige Aufgabe.

    Fazit: Next Level Arbeitgebermarke findet in KI statt

    Wenn Sie am digitalen Ball bleiben, Ihre Themen klar nennen und an einem Mix aus Technik, Reputation und Inhalten auf allen Kanälen arbeiten, können Sie als Arbeitgeber empfohlen und gefunden werden und damit viel Geld für Kampagnen sparen. Wichtiger noch, die Maßnahmen zahlen auf die Langstrecke ein – was Sie heute optimieren, dient Ihnen noch übermorgen. Wer klare, strukturierte Antworten zu Steuerkanzleithemen liefert, alle Unternehmensprofile sauber beschriftet und immer wieder aktiv für seriöse Erwähnungen sorgt, baut mittel- bis langfristig einen Vorsprung in der KI Suche auf und wird von Assistenten empfohlen.

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