
Geiler Gründen: Workbook zur strukturierten Existenzgründung
Michaela Schächners Buch verhilft Gründern zum souveränen Umgang mit Zahlen und Herausforderungen
Inhaltsverzeichnis
Selbstständigkeit sollte so gestaltet werden, dass sie dem Leben dient und nicht umgekehrt, davon ist die "Geiler Gründen"-Autorin Michaela Schächner fest überzeugt. Sie hat ihr ganzes Berufsleben lang eng mit Steuerberatern gearbeitet und weiß: Ihr Workbook gibt Gründerinnen und Gründern praktische Werkzeuge und solides BWL-Grundwissen an die Hand und unterstützt damit sowohl Kanzleigründende als auch die professionelle Gründungsberatung in Steuerkanzleien. Wir freuen uns, dass Michaela Zeit für ein Interview gefunden hat.

Michaela Schächner
Autorin, Life First Business Coach und Mentorin
Ich bin Betriebswirtin und habe direkt nach dem Studium als erste kaufmännische Mitarbeiterin in einer Tochtergesellschaft meines Ausbildungsbetriebs Strukturen und Prozesse aufgebaut: Aus einem Schnellhefter voller Belege entstand unter meiner Leitung die ganze Buchhaltungsabteilung. Schon damals nutzte ich Softwarelösungen von Haufe und später Lexware.
Nach fünf Jahren wechselte ich dann zu einem E-Learning-Unternehmen, wo ich erneut die kaufmännische Abteilung aufbaute. Danach arbeitete ich mit meinem Mann mehrere Jahre in Dubai, bevor ich in Deutschland wieder ein neues „Businessbaby“ begleiten durfte, wieder mit der Verantwortung für Buchhaltung und Prozesse.
Ich war in jedem Job die Ansprechpartnerin für Steuerberater und habe Kollegen ohne Vorerfahrung in Buchhaltung geschult. So wurden aus Quereinsteigern sichere Zahlenprofis und das war eine Erfahrung, die mein Verständnis für eine klare, praxisnahe Wissensvermittlung geprägt hat.
Diese Energie und die Fähigkeit die Zusammenhänge der Zahlen und Buchhaltung einfach zu erklären habe ich als einen meiner USPs in meine Selbstständigkeit übernommen: Ich kann jedem Buchhaltung beibringen und ganz wichtig, ich sorge dafür, dass sie Buchhaltung nicht als lästiges Übel sehen, sondern den Schatz erkennen, der in der daraus gewonnenen Klarheit steckt.
Mittlerweile bin ich jetzt seit 10 Jahren selbständig und in mein Buch „Geiler Gründen“ fließt alles ein, was ich aus meiner Zeit als Angestellte, selbst Gründerin und mit meinen Kundinnen, meist Existengründer erlebt, gelernt und entwickelt habe.
Für mich selbst und bei den meisten meiner Kunden kommt Lexware Buchhaltung bzw. Lexware Office zum Einsatz.
Carola Heine: Liebe Michaela, du hast einen Gründungsratgeber geschrieben. Was ist das Besondere an deinem Buch – und was haben Steuerberater davon, dieses Workbook zu kennen?
Michaela Schächner: „Geiler Gründen“ ist keiner dieser klassischen Ratgeber, die man brav einmal durchliest. Es ist ein Buch für Mutige und es durchzuarbeiten ist wirklich mit Arbeit, Leidenschaft und Lernprozessen verbunden: Enthalten sind mehrere Downloads, die bei der Finanzplanung sowie der fortlaufenden Liquiditätsplanung helfen.
Für Steuerberater kann das Buch gleich doppelt hilfreich sein: Als Werkzeug für die Mandanten, das ihnen Struktur und Anleitung gibt, damit diese gut vorbereitet in die Selbständigkeit starten und nicht jede Anfängerfrage in der Kanzlei stellen müssen. Gleichzeitig als sinnvoller Strukturgeber für das eigene Beratungsgespräch.
Die zentrale Excel-Tabelle zur Liquiditätsplanung habe ich ursprünglich selbst gebaut, um damit für meine Arbeitgeber die Liquidität zu steuern. Ich entwickele diese mittlerweile seit 20 Jahren konsequent weiter, habe sie speziell für Selbständige adaptiert und nutze sie auch in meinen 1:1 Beratungen als wertvolles Werkzeug zur Unternehmenssteuerung weit über die Gründungsphase hinaus.
Neben der Finanzplanung und Tipps rund ums Thema Steuern führt das Buch wie ein roter Faden durch alle wichtigen Fragen einer Gründung: Was ist mein Angebot? Wer sind meine Kundinnen und Kunden? Wie realistisch ist mein Geschäftsmodell – fachlich, zeitlich, finanziell und persönlich?
Geiler Gründen. So baust du eine Selbstständigkeit auf, die zu deinem Leben passt und nach deinen Reden spielt.
Mein Buch hilft Gründern dabei, einen Businessplan zu schreiben, der sich an ihrem Leben ausrichtet. Nicht umgekehrt.
Wer das Buch aufmerksam gelesen und die Planungstabellen ausgefüllt hat, wird keine Angst mehr vor Post vom Finanzamt haben. Denn ich erkläre genau, wie man Steuern berechnet und in der Liquiditätsplanung abbildet. Damit erhalten Selbstständige schon in der Vorbereitung der Gründung ein überlebenswichtiges Handwerkszeug zur Verfügung gestellt, mit dem sie einer der größten Fallen von Selbstständigen entgehen: einer zu niedrigen Rücklage.
Carola Heine: Du hast gesagt, dass du schon dein ganzes Berufsleben mit Steuerberatern zusammenarbeitest und daher weißt, welche Informationen ihnen helfen.
Michaela Schächner: Richtig. Ich habe fast dreißig Jahre Erfahrung aus Mandantensicht und weiß, wie eine gute Zusammenarbeit funktioniert. In meinem Buch gibt es auch eine ausführliche Passage, in der ich genau erkläre, wie alles ab Gründung gut klappt.
Carola Heine: Life first, wie in deinem Buch beschrieben ist das bewusste Gegenmodell zur „Work-Life-Balance“.
Michaela Schächner: Das stimmt. Im Life-First Business, gibt es keine strikte Trennung von Work und Life. Die Übergänge sind oft fließend und das ist auch gut so. Mir ist wichtig, dass ein Business langfristig zum Leben passt und profitabel ist.
Deshalb durchleuchte ich auch folgende Themen, bevor wir irgendeine Zahl irgendwo hinschreiben:
Wie möchte ich leben und arbeiten? Wie viel Geld brauche ich, um so zu leben, wie ich es möchte? Und auch noch Rücklagen bilden zu können? So schlage ich praktisch eine Brücke von Business zum Leben. Auch nach der Gründung lade ich immer wieder dazu ein, die Frage zu stellen, bevor man etwas macht:
Zahlt die Entscheidung/Investition auf das Ziel ein „Ich möchte ein schönes Leben haben“? Das ist einfach eine ganz andere Brille, als die meisten bei einer Gründung aufhaben. „Geiler Gründen“ funktioniert wie ein Sparringpartner, den man sich auch nach der Gründung immer wieder zur Hand nehmen kann, um zu justieren: Keine Angst mehr vor Zahlen, dem Steuerberater auf Augenhöhe begegnen können und die Buchhaltung im Griff haben, zum Beispiel mit Lexware Office.
Carola Heine: Ein Kapitel in deinem Buch heißt „Shit in, Shit out“.
Michaela Schächner: Genau. „Shit in Shit out. So wird dir deine Buchhaltung garantiert, keinen strategischen Mehrwert bringen, geschweige denn Spaß machen.“
Es ist ein Schatz, die Buchhaltung auf dem aktuellen Stand zu haben und ich erkläre, was man damit alles anfangen kann und was du Gründer oder Unternehmer dem Steuerberater liefern müssen. Nicht, um ihm einen Gefallen zu tun, sondern um für sich einfach Klarheit zu haben.
Natürlich schlage ich auch vor, dass man vorher mit dem Steuerberater darüber spricht, was jeder für eine Erwartungshaltung hat an die Zusammenarbeit, damit dann alles rund läuft.
Auch Steuerberater profitieren sehr von dem Life First Prinzip, für sich selbst und nicht nur für die Gründer unter den Mandaten: Wenn sie lernen, gut auf sich selbst zu achten, dann wirkt sich das auf alles auch, auch auf die Mitarbeiterbindung.
Statt von einem Burnout in den nächsten zu rutschen, haben Steuerberater mit dem Life First Prinzip ein Werkzeug, mit dem sie trotz Stress und Wandel wieder für eine rundum schöne Kanzlei sorgen können, so wie sie das ursprünglich vermutlich einmal geplant haben.
Denn das ist die Frage: Was, wenn’s (wieder) richtig geil ist?
Carola Heine: Sehr schöne Schlussfrage! Wer mehr zum Life First Prinzip wissen möchte, findet das Buch und dich auf deiner Internetseite und dich bei LinkedIn.
Vielen Dank, Michaela.
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