
Hybride Arbeitsplätze sind jetzt Standard: Die Haworth 2025 Evolving Workplace Global Study
Wie ein Arbeitsplatz aussieht und aufgebaut ist, trägt zur Mitarbeiterbindung und Zufriedenheit am Arbeitsplatz bei. An welchen Stellschrauben können Kanzleibetreiber drehen?
Inhaltsverzeichnis
Wir wissen inzwischen: Home-Office ist nur dann sinnvoll, wenn Mitarbeitende es sich auch wünschen. Hybride Arbeitsplätze mit flexiblen Arbeitszeitlösungen, ergonomischer Ausstattung und der Automatisierung von manuellen Tätigkeiten liegen im globalen Trend. Oder doch nicht? Die Studie des weltweit geführten Familienunternehmen für Büroausstattung beleuchtet die Bedürfnisse von Mitarbeitenden und befragte hierfür über 400 Unternehmen für die „Globale Studie zur Entwicklung von Arbeitsplätzen“ (Juni 2025). Den Auftrag für die Studie erteilte Haworth Inc., das Unternehmen erschafft "Organic Workspaces" mit nachhaltigen und inspirierenden Arbeitsumgebungen und setzt hierfür unter anderem KI ein.
Über den Möbelrand geschaut: Wie sehen gute Arbeitsplätze heute aus?
“Global Workspace” Studien gibt es diverse. Viele dieser Umfragen erforschen die Anforderungen von Führungskräften und Mitarbeitenden sowie gesundheitliche und technologische Trends. Welche konkreten Auswirkungen diese Entwicklungen dann auf die Arbeitsplatzumgebung haben, damit beschäftigt sich unter dem Motto “Fine-tuning the Experience of Work” die Evolving Workplace Global Study von Haworth – vielleicht ist die eine oder andere wertvolle Inspiration für Kanzlei-Inhaber dabei.
Die Arbeitsplatzumfrage aus dem Frühsommer 202 erzielte insgesamt 408 Antworten aus 5 Kontinenten, 33 Ländern und 23 Branchen. Eingeladen waren Firmen jeder Größenordnung.Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen unterhält mehrere Standorte weltweit, 36 % unterhalten mehrere Standorte in einer Region oder einem Land und 10 % unterhalten einen einzigen Standort. 23 % der Antworten stammen von Unternehmen mit 1 bis 500 Mitarbeitern und 44 % stammen von Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern.
Wer jemals an einem zu dunklen oder zu lauten Platz arbeiten musste, weiß Bescheid: Die Räumlichkeiten einer Kanzlei sind kein neutraler Nebenschauplatz, sondern tragen entscheidend zur Mitarbeitererfahrung und damit -zufriedenheit bei: Wenn Sie wissen, was gut funktioniert, könnten Sie jederzeit in vielen Abstufungen in die Raumqualität investieren, um direkt positiv auf Zufriedenheit, Leistungsbereitschaft und Mitarbeiterbindung einzuwirken.
1. Erkenntnis: Hybride Arbeitsmodelle sind strukturelle Realität
Satte 74 Prozent der befragten Unternehmen haben Regelungen für hybride Arbeitsplätze, dieser Wert ist fast unverändert gegenüber der Auswertung vom Vorjahr – ganz im Gegensatz zu dem Zeitraum 2020 bis 2023, die von Umbrüchen und Experimenten inklusive Kurskorrekturen geprägt waren. Anpassungen der hybriden Modelle umfassen inzwischen eher Feinjustierungen wie die Anzahl der Präsenztage, Kernarbeitszeiten im Homeoffice oder die Nutzung fester versus flexibler Arbeitsplätze.
Fazit: Hybrides Arbeiten ist keine vorübergehende Übergangslösung mehr, sondern dauerhafter Bestandteil moderner Arbeitsplätze. Das wirkt sich auf Immobilienstrategie, Flächenplanung und Investitionsentscheidungen, denn wo zuvor Zurückhaltung dominierte, entsteht nun Planungssicherheit: Steuerberater können langfristige Entscheidungen für Raumkonzepte treffen und einen hohen Standard etablieren. Das heißt aber auch, dass hybrides Arbeiten Bestandteil von Stellenausschreibungen sein sollte. Nicht als seltenes Highlight, sondern als Anzeichen einer modernen Kanzlei.
2. Arbeitsräume wollen bewusst gestaltet und aufgewertet werden
Wenig überraschend für die Studie einer Arbeitsplatzgestaltungsfirma ist die Erkenntnis, dass Veränderungen im Arbeitstraum strategische Faktoren sind und ästhetische und atmosphärische Aspekte zunehmend wichtiger werden. Doch bei allen geschickten Fragestellungen bleibt das Ergebnis, dass Kanzleien und andere Firmen unter Druck stehen. Sie müssen ihre Flächen ökonomischer nutzen und im Büro einen Mehrwert oder mindestens einen Ausgleich zum Home-Office bieten.
Fazit: Funktionalität und ökonomische Effizienz sollten abgeglichen werden mit dem Anspruch, eine hohe Aufenthaltsqualität und gute Atmosphäre zu erzielen. Die Studie nennt drei vorherrschende Motive für die meisten Änderungen in Unternehmen: Kosten- und Flächeneinsparungen (57 Prozent), eine bessere Anpassung an veränderte Arbeits- und Nutzungsbedürfnisse (53 Prozent) sowie die gezielte Aufwertung von Gestaltung, Atmosphäre und Aufenthaltsqualität (44 Prozent). Zugehörigkeitsgefühl und Produktivität werden auch genannt, besonders häufig sollen Kostensenkungen mit qualitativen Verbesserungen kombiniert werden.
3. Wenig überraschend: Es gibt kein allgemeingültiges Arbeitsplatzmodell
Unternehmen weltweit wissen: Mitarbeitende kommen ins Büro wegen der Möglichkeiten der Zusammenarbeit vor Ort und der sozialen Vernetzung allgemein. Das Home-Office punktet eher mit individueller Motivation: Ungestörte Konzentration, erhöhte Work-Life-Balance und der Wegfall der Arbeitswege. Spannend: 71 Prozent der Organisationen, die räumliche Veränderungen vorgenommen haben, investierten gezielt in zusätzliche Fokus- oder Videoräume, um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit über die Räume hinaus zu erweitern.
Fazit: „Das Büro“ übernimmt eine neue, stärker sozial geprägte Funktion und dient als Ort des Austauschs, der informellen Abstimmung und der kulturellen Verankerung einer Firma. Gleichzeitig bleibt aber der hohe Bedarf an Rückzugs- und Konzentrationsmöglichkeiten bestehen. Oft wird er durch offene Gemeinschaftsbüros sogar größer und Akustik wird von 52 Prozent der Befragten als größte Herausforderung genannt – bei verdichteten Flächen sogar von bis zu 60 Prozent.
4. Raumqualität lässt sich als Treiber von Arbeitszufriedenheit messen
In allen befragten Unternehmen berichten Führungskräfte, dass signifikante Raumveränderungen zu deutlich höherer Mitarbeiterzufriedenheit geführt haben. Die zentrale Erkenntnis: Mitarbeitende nehmen räumliche Qualität bewusst wahr, unabhängig davon, ob sie überwiegend hybrid oder überwiegend vor Ort arbeiten. Gute Raumgestaltung ist ein spürbares Signal der Wertschätzung und kann als wichtiger Hebel genutzt werden, um Mitarbeiterzufriedenheit zu heben.
Fazit Arbeitsplätze und ihre Gestaltung sind keine Nebensache, sondern aktiver Faktor der Erfahrungen am Arbeitsplatz. Investitionen in Raumqualität wirken sich direkt auf Zufriedenheit, Bindung und Leistungsbereitschaft aus.
Fazit: Je besser Kanzlei-Inhaber ihre Teams kennen, desto stimmiger sind am Ende die Konzepte.
Hybride Arbeit ist kein neuer Trend mehr, sondern diese Arbeitsplatzmodelle befinden sich in einer Phase der Feinjustierung. Die Herausforderungen sind bekannt, die Spielräume sind groß und wer Raumgestaltung als strategisches Instrument der Mitarbeiterbindung begreift, kann sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
62 der befragten Unternehmen haben in den letzten drei Jahren größere räumliche Veränderungen vorgenommen. Die drei wichtigsten Gründe:
- Kostensenkung durch Reduktion von Fläche oder Immobilienkosten (57 %)
- Anpassung an veränderte Bedürfnisse der Mitarbeitenden (53 %)
- Verbesserung von Gestaltung, Atmosphäre und Attraktivität (44 %)
Die Arbeitsplätze der Zukunft stimmen menschliche Bedürfnisse, die Organisationskultur und die vorhandenen Räumlichkeiten aufeinander ab. Der Weg dahin kann in jeder Kanzlei anders aussehen. Wichtig ist aber, dass die Chance als solche erkannt und genutzt wird.
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